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Warum Apfel nicht gleich Apfel ist: Seltene Apfelsorten

Warum Apfel nicht gleich Apfel ist: Seltene Apfelsorten

Das Lieblingsobst der Deutschen? Das ist ganz klar der Apfel. Rund 24 Kilo davon isst jeder Deutsche pro Jahr. Neben den üblichen Verdächtigen wie Elstar und Pink Lady gibt es unter den fast 20.000 Sorten auch einige wirklich außergewöhnliche zu entdecken. Wir wollten mehr über das knackige Kernobst erfahren und sprachen mit einer echten Apfel-Expertin über vergessene Schätze und neuentdeckte Lieblinge.

Elstar, Braeburn und Pink Lady: Apfelklassiker aus dem Supermarkt

Fast wie poliert, mit perfekter Schale und süßlichem Duft liegen sie im Obstregal: die Äpfel aus dem Supermarkt. Elstar, Braeburn und Pink Lady – das sind die gängigen Züchtungen, die heutzutage eigentlich jeder kennt. Aber wie kommt es eigentlich, dass es unter Tausenden von Sorten nur so wenige Exemplare in den Handel schaffen?

Eine Antwort darauf hat Expertin Rima Mellem vom Bio-Obsthof Mählmann aus dem Alten Land bei Hamburg, dem größten geschlossenen Obstanbaugebiet Europas: „Sie wurden speziell dafür gezüchtet, lange haltbar zu sein und besonders schön auszusehen, sodass sich möglichst viele Kunden im Supermarkt angesprochen fühlen. Die alten Sorten haben öfter Stellen, glänzen nicht so und haben keine perfekte Schale.“ Eigentlich sehr schade – denn geschmacklich sind sie den neuen Züchtungen oftmals um einiges überlegen.

Wiederentdeckt: Historische Apfelsorten aus dem Alten Land

Roter Gravensteiner, Finkenwerder Herbstprinz, Erwin Baur, Cox Orange oder Ellisons Orangenpepping: Wer sich für alte Apfelsorten interessiert, kommt an Mählmanns Bio-Obsthof nicht vorbei. Die Nachfrage ist geringer als bei den neuen Züchtungen ­– doch: „Viele Menschen kaufen aber gezielt alte Sorten, weil sie einfach ganz anders schmecken – eben noch so, wie sie es aus ihrer Kindheit kennen“, weiß Rima Mellem.

Ihr persönlicher Lieblingsapfel? Ganz klar der Wellant! „Das ist eine neue Züchtung aus der alten Sorte Boskoop und der neueren Sorte Golden Delicious“, verrät die Expertin. „Für mich ist es einfach die perfekte Kombination, weil die Äpfel sehr kräftig im Geschmack, gleichzeitig würzig und angenehm süß sind. Der Wellant ist auch der Favorit unserer Kunden.“ Neben frischen Äpfeln und anderem Obst aus dem Alten Land verkauft das Team vom Bio-Obsthof Mählmann auch selbst gemachte Fruchtaufstriche – nach traditionellem Rezept, versteht sich.

Feine Apfel-Zimt-Konfitüre (fünf Gläser):

Eineinhalb Kilo säuerliche Äpfel (beispielsweise Wellant)
schälen, waschen, vierteln, entkernen und in Stücke schneiden. Die
Hälfte in einem Topf knapp mit Wasser bedecken und zu Mus kochen.
Mit den restlichen Apfelstücken, dem Saft einer Zitrone, einem
halben Teelöffel Zimt und
einem Kilo Gelierzucker (eins zu eins) aufkochen und unter
ständigem Rühren für etwa vier Minuten köcheln lassen. Schaum
abschöpfen und die Konfitüre in sterile Schraubgläser füllen. Unser
Tipp: Die Konfitüre am besten besonders heiß abfüllen und die
verschlossenen Gläser anschließend kurz auf den Kopf stellen. So
werden Keime, die sich eventuell bei der Abfüllung noch mit ins
Glas oder an den Deckel gemogelt haben, abgetötet.


Obstschale oder Kühlschrank? Äpfel richtig lagern

Besonders, wenn man sie frisch essen möchte, sollten Äpfel schön knackig und aromatisch sein. Damit sie ihren Biss behalten, müssen sie an einem möglichst dunklen und kühlen Ort aufbewahrt werden – ein Keller ist ideal, sie können aber auch eine gewisse Zeit im Kühlschrank gelagert werden. Äpfel sondern übrigens das Pflanzenhormon Ethylen ab (ähnlich wie Tomaten). Dieses lässt andere Früchte schneller reifen und im schlimmsten Fall verderben – Äpfel sollten deshalb also möglichst nicht mit anderen Früchten in eine Obstschale gelegt werden.