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Paprika

Paprika

Paprika ist nicht gleich Paprika, da sind sich Botaniker und Gourmets einig. Darum gibt es das ungarische Nationalgewürz auch gleich in mehreren Varianten der Capsicumfrucht. Das Schöne daran: von edelsüß bis rosenscharf ist für jeden das richtige Aroma dabei!

Aroma & Veredelung von Paprika

Beim Geschmack von Gewürzpaprika wird zwischen Delikatess-Paprika, Edelsüß-Paprika, Halbsüß-Paprika, Rosenscharf-Paprika und geräuchertem Paprika unterschieden, deren Aromen sich vor allem in der Schärfe voneinander abheben. Am häufigsten findet die edelsüße Variante Verwendung. Sie besticht durch ein süßes, fruchtig-würziges Bouquet, das an vollmundige, getrocknete Tomaten erinnert.

Eines der häufigsten Paprika-Gewürze ist das rosenscharfe Pulver, welches die meiste Schärfe mit sich bringt. Sein Aroma lässt sich am besten mit brennend-scharf beschreiben. Aber im Gegensatz zur Chilischärfe wird sein Geschmack von einer leicht erdig-fruchtigen Note mit karamellartigem Duft abgerundet.

Geräuchertes Paprikapulver, wie Paprika de la Vera, stammt ursprünglich aus Spanien, wo bereits im 16. Jahrhundert Mönche diese Spezialität herstellten. Das Aroma des feingemahlenen Pulvers aus getrockneter und über Eichenholz geräucherter Gewürzpaprika besticht durch eine angenehme Schärfe, die mit einer eleganten Rauchnote gepaart ist.

Die grüne Paprikafrucht (Capsicum annuum) sorgt als Gewürz für echte Überraschung. Wird das Pulver der reifen roten Paprika für das süß-fruchtige Aroma geliebt, so verblüfft grüne Paprika mit neuen Nuancen. Denn diese besitzt besondere Inhaltsstoffe, die bei einsetzender Reife der Paprikafrucht verschwinden. Das fein gemahlene Pulver aus grüner Paprika duftet und schmeckt wie eine gerade gepflückte Frucht: grün-frisch, vollmundig mit erdigen Nuancen sowie einer hauchzarten, angenehmen Schärfe.

Verwendung von Paprika

Szegediner Gulasch, Paprikahuhn, Salami – die ungarischen Spezialitäten sind eng mit Paprika, dem Nationalgewürz der stolzen Ungarn verbunden. Aber auch in anderen Ländern spielt das leuchtend rote Gewürz eine Rolle. Paprika lässt sich gut kombinieren mit: Chili, Frühlingszwiebeln, Gourmetsalzen, Knoblauch, Kümmel, Muskat, Orangenschale, Petersilie, Schnittlauch, Zimt oder Zitronenschale.

Herkunft & Historie von Paprika

Der Ursprung der Capsicumpflanzen liegt in Mittel- und Südamerika, wo sie bereits um 7.000 v. Chr. als Nutzpflanzen dienten. Wissenschaftliche Forschungen ergaben, dass bei den Azteken und Mayas Chilis als Speisewürze, Medizin und Zahlungsmittel eine wichtige Rolle spielten. Und die amerikanischen Ureinwohner schätzten die Frucht auch als Heilmittel gegen Zahnschmerzen und Arthrose.

Kolumbus ist es zu verdanken, dass Chili später den Weg von Amerika nach Europa fand und dort einen Siegeszug durch die Küchen der europäischen Länder antrat. Interessanterweise wurden die Chilifrüchte zuerst dem schwarzen Pfeffer aus Indien zugeordnet, weswegen sie auch den Namen Pimienta erhielten. Hundert Jahre später war der Gewürzpaprika-Anbau in Spanien im vollen Gange. Die Paprika, die auch als Spanischer Pfeffer bezeichnet wurde, verbreitete sich schnell über den europäischen Kontinent – bis sie ihre neue Heimat in Ungarn fand und zum ungarischen Nationalgewürz wurde.

Im Jahre 1542 kam die Capsicumpflanze zum ersten Mal in einem deutschen Schriftstück vor: Leonhart Fuchs beschrieb die Pflanze in seinem Kräuterbuch von 1543 erstaunlicherweise als weit verbreitete Gartenpflanze. Mit den damaligen Capsicumgewächsen haben die heute auf der ganzen Welt angepflanzten Früchte allerdings nur noch einen Teil gemeinsam, denn durch entsprechende Züchtung fehlt ihnen weitestgehend die Schärfe der ursprünglichen Sorten. Dafür enthält frische Paprika sehr viel Vitamin C: roter Paprika enthält mehr Vitamin C als Orangen oder Nektarinen.

So kommt das Aroma des Paprikapulvers besonders gut zur Geltung:


  • Paprika edelsüß schmeckt milder und weicher als Paprika rosenscharf. Und er ist nicht scharf – also ideal für alle, die das feinfruchtige Paprika- und Chiliaroma schätzen, aber Schärfe nicht mögen oder vertragen.

  • Bei einigen Klassikern der guten Küche, z. B. Paprikahuhn, Gulasch und Gulaschsuppe, werden Paprika edelsüß und Paprika rosenscharf traditionell miteinander kombiniert. Das ergibt einen tollen, vollen Paprikageschmack, in dem sich die mildfruchtigen und die scharfen Paprikaaromen harmonisch miteinander verbinden.

  • Gewürzpaprika ist hocharomatisch und eignet sich für kalte Speisen und warme Gerichte. Das Gewürz sollte jedoch nicht zu stark erhitzt werden. Wenn es anbrennt, schmeckt es bitter. Man gibt es am besten in den letzten Minuten der Garzeit an ein Gericht.

  • Beim Einrühren in kräftige Saucen und beim Bestäuben von Gebratenem sollte man ebenfalls auf mittlere Hitze achten – dann entwickelt sich das vollmundige Aroma von Gewürzpaprika am besten.

Tipp zum Abschmecken mit Paprika: Etwas Pulver in warmer Flüssigkeit anrühren (Brühe, Sauce) und dann an das Gericht geben. So verteilt sich das Gewürz optimal und es bilden sich keine Klümpchen.