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Dill

Dill

„Dill ist wie eine frische Brise“ sagte einst ein Koch und fasste damit die aromatische Würzkraft des Küchenklassikers Dill punktgenau zusammen.

Aroma & Veredelung von Dill

Der Geschmack von Dillspitzen ist einzigartig, denn keinem anderen Gewürz gelingt es, ein erfrischend zitroniges Bouquet mit zart-süßlichen Anisnoten und gleichzeitig würzigem Aroma zu vereinen.

Bereits der Duft des Doldenblütlers, der über einen Meter hoch werden kann, gibt einen Vorgeschmack auf die aromatische Würzkraft des Dills. Für die getrockneten Dillspitzen werden kurz vor Beginn der Blütezeit die obersten, besonders dünnen Blattzipfel der Pflanze geerntet. Nach dem schonenden Trocknen können sie wie frischer Dill verwendet werden. Aber auch die übrigen Pflanzenteile finden ihre Verwendung in der Küche. Die Dillfrüchte gelten aufgrund ihres kümmelähnlichen Aromas als beliebtes Brotgewürz. Die gelben Blütendolden werden hingegen gern zum Einlegen von Sauergemüse genutzt.

Verwendung von Dill

Dillspitzen sind eine Zutat für anspruchsvolle Puristen, denn wie keinem anderen Gewürz gelingt es ihnen, eine aromatische Würze zu verteilen, die keine großen Zugaben benötigt. Hier ein bisschen Salz, dort ein wenig Pfeffer – die große kulinarische Bühne gehört jedoch dem Dillkraut selbst. Dies zeigt sich am besten anhand der klassischen Dillsauce, die gekochte Eier, Kartoffeln, gekochte Süß- und Salzwasserfische, grünen Aal, Krebse, Krabben, Hummer, Langusten, Rind- und Lammfleisch, Schweinebraten, Kasseler-Rippchen, knusprig gebratenen Frikadellen oder Hackfleischklößchen verfeinert.

Getrocknete Dillspitzen eignen sich aber auch hervorragend, um in Quark oder cremige Butter gerührt zu werden und als Brotaufstrich eine Scheibe Toast zu veredeln. Grüner Salat und Dressings aller Art bekommen mit Dillkraut einen neuen, frischen Charakter. Besonders bei eingelegtem Gemüse wie Gurken, Essiggemüse, Sauerkraut, Senfkürbis oder als Zutat im Kräuteressig gehören Dillfrüchte zu den essentiellen Zutaten. Daher rührt auch der Beiname „Gurkenkraut“.

Herkunft & Historie von Dill

Seinen Ursprung hat der Doldenblütler, der unter anderem mit dem Fenchel verwandt ist, in Indien, im Vorderen Orient und der Mittelmeerregion. Aber auch im alten Ägypten war das aromatische Kraut bereits verbreitet. Und die Römer nutzten es als Gewürzsalz und für Salat. Weniger bekannt ist hingegen die Nähe des Dills zum Aberglauben. In unseren Breitengraden wurde Dill in den Schuhspitzen von Bräuten versteckt. Zusammen mit dem leise gemurmelten Spruch „Ich hab Senf und Dill, mein Mann muss tun, was ich will.“ sollte damit der Verlauf der Ehe beschworen werden. Ähnliches galt für Angeklagte, die vor einen Richter treten mussten.

Weit verbreitet war auch die Annahme, dass Dill an der Stalltür böse Hexen vertreiben soll. Frischer Dill unter dem Kopfkissen galt als einfache Möglichkeit, um Albträume zu verjagen. Zu dieser Zeit entstand wahrscheinlich auch der Beiname „Hexenkraut“. Der aromatische Duft des Dills ist bis heute geblieben, aber sein Geschmack wird eher genutzt, um die guten Küchengeister zu wecken.