Veganer Zitronenkuchen – saftig, fluffig, ohne Ei
Ein veganer Zitronenkuchen wird trocken, wenn man das Ei einfach weglässt und sonst nichts ändert. Der Trick ist eine kleine Säurereaktion: Pflanzendrink und Zitronensaft dicken zu einer Buttermilch-Alternative an, die zusammen mit Backpulver für den Trieb sorgt. Statt Butter kommt neutrales Öl in den Teig – es hält den Kuchen tagelang saftig, wo Margarine schon nach einem Tag bröselt.
Der zweite Hebel ist die Zitrone selbst: Die Schale bringt das Aroma, der Saft nur die Säure. Beides brauchst du. Und weil ein Zitronenkuchen vegan schnell flach schmeckt, geben Kardamom und echte Vanille ihm die Tiefe, die sonst das Eigelb liefert.
Zutaten
Zutaten
Zubereitung vom veganen Zitronenkuchen
Ofen und Form vorbereiten
Heize den Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vor. Fette eine Kastenform von 30 Zentimetern Länge aus und lege sie mit Backpapier aus, dann lässt sich der Kuchen später ohne Bruch stürzen.
Reibe die Schale der Bio-Zitronen ab, bevor du sie auspresst. Umgekehrt wird es fummelig. Nimm nur das Gelbe, das Weiße darunter ist bitter.
Pflanzliche Buttermilch ansetzen
Verrühre den Pflanzendrink mit 60 ml des Zitronensafts und lass die Mischung fünf Minuten stehen. Sie flockt leicht aus und wird dickflüssig – genau das soll passieren, denn diese Säure aktiviert später das Backpulver.
Rühre anschließend das Öl unter.
Trockene Zutaten mischen
Vermenge Mehl, Zucker, Backpulver, Salz, Kardamom, Kurkuma und die Fuchs Bourbon Vanille gemahlen in einer großen Schüssel gründlich mit einem Schneebesen. Die Gewürze müssen gleichmäßig verteilt sein, bevor Flüssigkeit dazukommt, sonst bekommst du gelbe Nester im Teig.
Hebe die Zitronenschale unter.
Teig zusammenführen und backen
Gieße die Flüssigkeit auf einmal zu den trockenen Zutaten und rühre nur so lange, bis kein Mehl mehr sichtbar ist. Höchstens 30 Sekunden – wer länger rührt, entwickelt Kleber und der Kuchen wird zäh statt fluffig.
Fülle den Teig in die Form, streiche ihn glatt und backe ihn 50 Minuten auf der mittleren Schiene. Die Stäbchenprobe muss sauber bleiben.
Tränken und glasieren
Stich den heißen Kuchen mit einem Holzspieß mehrfach ein und träufle 30 ml des restlichen Zitronensafts darüber. Er zieht sofort ein und macht den saftigen Zitronenkuchen vegan auch am dritten Tag noch feucht.
Lass ihn eine Stunde vollständig auskühlen. Verrühre den Puderzucker mit dem letzten Zitronensaft zu einem dickflüssigen Guss und verteile ihn erst auf dem kalten Kuchen, sonst läuft er ab.
Zusatztipp: veganer Zitronenkuchen Rezept variieren
Für eine winterliche Variante ersetzt du den Kardamom durch je eine Messerspitze Zimt und gemahlenen Ingwer. Die Schärfe des Ingwers trifft die Zitronensäure erstaunlich gut.
Statt Guss kannst du den Kuchen auch nur mit Puderzucker bestäuben und dafür 80 g Mohn unter den Teig heben – das ergibt eine vegane Version des Zitronen-Mohn-Kuchens.
Aufbewahrung: In Frischhaltefolie gewickelt hält der Kuchen vier Tage bei Zimmertemperatur. Kühlschrank vermeiden, dort trocknet er schneller aus. Portionsweise eingefroren übersteht er drei Monate.
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