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Welche Kürbissorten gibt es? Speise- und Zierkürbisse im Überblick
Fuchs Aroma System: Gewürzmühle mit verschiedenen wechselbaren Mahlaufsätzen, frisch gemahlener Pfeffer über einem Steak-Gericht Fuchs Aroma System: Gewürzmühle mit verschiedenen wechselbaren Mahlaufsätzen, frisch gemahlener Pfeffer über einem Steak-Gericht

Welche Kürbisarten gibt es in Deutschland?

Speisekürbisse lassen sich in drei botanische Hauptgruppen einteilen, aus denen die beliebtesten Kürbissorten stammen:

  • Cucurbita maxima (Riesenkürbis): Hokkaido, Gelber Zentner – meist aromatisch und gut lagerfähig
  • Cucurbita moschata (Moschuskürbis): Butternut, Muskatkürbis – süßlich-aromatisches bis fruchtiges Fruchtfleisch
  • Cucurbita pepo (Gartenkürbis): Spaghettikürbis, Sweet Dumpling, Zierkürbisse – sehr vielfältig in Form und Geschmack

Alle drei Gruppen umfassen ausschließlich Speisekürbissorten, die für den Verzehr geeignet sind – mit Ausnahme der Zierkürbisse, die zwar zur Art Cucurbita pepo gehören, aber aufgrund ihrer Bitterstoffe nicht gegessen werden sollten.

Essbare Kürbissorten im Vergleich: Welche sind für den Verzehr geeignet?

Die folgende Übersicht zeigt essbare Kürbissorten im Vergleich:

KürbissorteSchale essbarGeschmackVerwendung
HokkaidoJaNussig, cremig, leicht süßlichKürbissuppe, Püree, Backen
ButternutNeinSüßlich, buttrig, cremigSuppe, Ofen, gegrillt
MuskatkürbisNeinFruchtig, aromatischSuppe, Braten, Anbraten
SpaghettikürbisNeinMild, wässrigPasta-Ersatz, überbacken
Gelber ZentnerNeinMild, fest, kaum süßlichEinlegen, herzhafte Kürbisgerichte
Sweet DumplingJaNussig, süßlich, kastanienartigFüllung, Backen im Ofen
Cabello d'àngelNeinSüß, feinfaserigMarmelade, Gebäck, Desserts
ZierkürbisseNein – nicht essbarBitter (Cucurbitacine)Nur Dekoration

Wie unterscheiden sich Kürbissorten?

Speisekürbisse sind für den Verzehr geeignet und haben ein genießbares Fruchtfleisch. Zierkürbisse können dagegen giftige Bitterstoffe – sogenannte Cucurbitacine – enthalten und sind nicht für den Verzehr geeignet.

Zierkürbisse sind an typischen Merkmalen erkennbar:

  • Kleine, unregelmäßig geformte Früchte
  • Bunt gemusterte, oft warzige Schale
  • Bitterer Geschmack des rohen Fruchtfleischs

Wichtig: Kürbisse aus dem eigenen Garten, die mit Zierkürbissen gekreuzt wurden, können ebenfalls gefährliche Bitterstoffe enthalten. Vor dem Kochen ein kleines Stück des rohen Fruchtfleischs probieren und wieder ausspucken – schmeckt es bitter, den Kürbis nicht verwenden.

Welche Kürbissorten eignen sich zum Essen und wofür?

Essbare Kürbissorten unterscheiden sich vor allem in Aroma, Konsistenz, Schale und Zubereitung. Manche Sorten eignen sich besonders gut für Suppen und Ofengerichte, andere für Pürees, gefüllte Kürbisse, eingelegte Spezialitäten oder süße Desserts.

Warum ist der Hokkaido der beliebteste Speisekürbis?

Der Hokkaido ist die meistverkaufte Kürbissorte in Deutschland. Seine drei größten Vorteile:

  • Schale essbar : Hokkaido muss nicht geschält werden – Schale und Fruchtfleisch werden gemeinsam gekocht oder gebacken
  • Vielseitig: Ideal für Kürbissuppe, Püree, Ofengerichte sowie herzhafte und süße Kürbisgerichte
  • Geschmack: Nussig, cremig und leicht süßlich

Was ist der Unterschied zwischen Hokkaido und Butternut?

Hokkaido und Butternut unterscheiden sich vor allem in folgenden Merkmalen:

MerkmalHokkaidoButternut
Schale essbarJaNein
GeschmackNussig, cremigSüßlich, buttrig
FruchtfleischFest, orangerotHellgelb, cremig
ZubereitungSuppe, Püree, BackenSuppe, Ofen, gegrillt
HaltbarkeitCa. 3 MonateBis 6 Monate

Gut zu wissen: Butternut-Kürbisse gehören wie Hokkaido zu den Winterkürbissen und zeichnen sich durch eine besonders lange Lagerfähigkeit aus. Ihr buttrig-süßliches Aroma macht sie zur ersten Wahl für cremige Kürbissuppen.

Wie wird der Spaghettikürbis zubereitet?

Der Spaghettikürbis ist ein Speisekürbis mit einzigartigem Fruchtfleisch: Nach dem Garen lässt es sich mit einer Gabel in spaghettiähnliche Fäden zerteilen – ideal als kohlenhydratarmer Pasta-Ersatz.

Zubereitung Schritt für Schritt:

  • Kürbis halbieren und Kerne entfernen.
  • Hälften mit der Schnittfläche nach unten auf ein Backblech legen.
  • Bei 180 °C etwa 45–60 Minuten backen.
  • Das Fruchtfleisch mit einer Gabel in Fäden herauslösen und servieren.

Das Fruchtfleisch schmeckt milder und wässriger als Hokkaido. Empfohlene Kürbisgerichte: überbacken mit Bergkäse oder mit Speck und Kräutern verfeinert.

Was zeichnet Muskatkürbis und Gelben Zentner als große Speisekürbissorten aus?

Muskatkürbis und Gelber Zentner gehören zu den größeren Speisekürbissen und eignen sich besonders gut für Gerichte, bei denen viel Fruchtfleisch benötigt wird.

  • Muskatkürbis: Je nach Exemplar deutlich größer als ein Hokkaido. Das feste Fruchtfleisch zerfällt beim Anbraten nicht und hat ein fruchtiges, aromatisches Aroma. Ideal für Kürbissuppe, Ofengerichte, Pürees und herzhafte Kürbisgerichte. Er wird oft im Anschnitt verkauft, da ganze Exemplare sehr groß sein können.
  • Gelber Zentner: Ein großer, runder Bilderbuchkürbis mit mildem, festem Fruchtfleisch. Ideal für das süßsaure Einlegen mit Sternanis, Zimt, Ingwerpulver sowie schwarzem Pfeffer und Senfkörnern.

Kann man beim Sweet Dumpling die Schale mitessen?

Ja, der Sweet Dumpling ist – wie der Hokkaido – eine Kürbissorte, bei der die Schale essbar ist. Er wiegt meist unter 500 Gramm und eignet sich als natürliche Servierschüssel.

  • Geschmack: Nussig, leicht süßlich, ähnelt Esskastanien
  • Schale: Essbar, muss nicht geschält werden
  • Typische Kürbisgerichte : Gefüllt und im Ofen gebacken, als essbarer Teller

Was hat der Cabello d'àngel mit Engelshaar zu tun?

Für Cabello d’àngel, die spanische Engelshaarmarmelade, wird meist Feigenblattkürbis mit feinfaserigem Fruchtfleisch verwendet.

Engelshaarmarmelade zubereiten:

  • Feigenblattkürbis entkernen, das Fruchtfleisch aus der Schale lösen und in Stücke schneiden.
  • Fruchtfleisch pressen, bis sich die Fasern lösen.
  • Fasermasse mit Zucker, Zitronensaft und Zimt aufkochen.
  • Köcheln, bis die Masse sirupartig karamellisiert – es entsteht goldgelbes Engelshaar.

Alternativ: Cabello d'àngel im Ganzen in Blätterteig backen (180 °C, 20 Minuten) – ein klassisches spanisches Dessert.

Was ist der Unterschied zwischen Sommer- und Winterkürbis?

Kürbisse werden in Sommer- und Winterkürbisse eingeteilt. Der Unterschied liegt nicht im Anbau, sondern in Erntezeitpunkt und Lagerfähigkeit:

MerkmalSommerkürbis (z. B. Zucchini)Winterkürbis (z. B. Hokkaido, Butternut)
ErnteIm Sommer, jung bzw. nicht voll ausgereiftIm Spätsommer oder Herbst, voll ausgereift
Haltbarkeit1–2 Wochen3–6 Monate
SchaleDünn, meist essbarDick, oft nicht essbar
FruchtfleischWässrig, mildFest, aromatisch
LagerungKühl, am besten im KühlschrankKühl, trocken und luftig

Welche Gewürze passen zu Kürbissorten – und wie werden Kürbisgerichte richtig gewürzt?

Das richtige Gewürz macht aus einem einfachen Speisekürbis ein aromatisches Kürbisrezept. Weil jede Kürbissorte ein eigenes Geschmacksprofil mitbringt, lohnt es sich, die Würzung gezielt abzustimmen. Ob Kürbissuppe, Ofenkürbis oder eingelegter Gelber Zentner: Mit den passenden Gewürzen lässt sich das natürliche Aroma jeder Speisekürbissorte optimal unterstreichen.

  • Hokkaido und Sweet Dumpling: Rosmarin, Thymian, Kreuzkümmel, Muskatnuss – ideal für herzhafte Kürbissuppe und cremiges Kürbispüree. Ein klassisches Kürbisgewürz für den Ofen.
  • Butternut: Zimt, Ingwer, Chilipulver, Koriander – für eine süßlich-cremige Kürbissuppe oder als Butternut-Curry.
  • Gelber Zentner (eingelegte Kürbisse): Sternanis, Zimtstangen, Ingwer, Pfeffer, Senfkörner – für süßsaure Kürbisgerichte.
  • Spaghettikürbis: Basilikum, Oregano, Parmesan – als Pasta-Alternative gegrillt oder überbacken.
  • Cabello d'àngel (Marmelade): Zimt, Zitrone, Vanilleschoten – für goldgelbes Engelshaar.

Wer seine Kürbisgerichte mit hochwertigen Gewürzen verfeinern möchte, findet im Shop der Fuchs Gruppe eine große Auswahl an Einzelgewürzen, Gewürzmischungen und Kräutern – abgestimmt auf herzhafte wie süße Kürbisrezepte.

Häufig gestellte Fragen zum Thema „Welche Kürbissorten gibt es?“

Die häufigsten Fragen zu den verschiedenen Kürbissorten haben wir hier zusammengefasst.

Wie erkenne ich, ob ein Kürbis essbar ist?

Essbare Kürbissorten haben in der Regel ein mildes, angenehm riechendes Fruchtfleisch. Der sicherste Test: Ein kleines Stück des rohen Fruchtfleischs kosten. Schmeckt es bitter, kann der Kürbis Cucurbitacine enthalten und ist für den Verzehr ungeeignet.

Zierkürbisse sind zusätzlich an ihrer kleinen, bunt gemusterten und oft warzigen Schale erkennbar.

Welche Kürbissorten muss man nicht schälen?

Bei Hokkaido und Sweet Dumpling kann die Schale mitgegessen werden – sie wird beim Kochen oder Backen weich und ist vollständig genießbar. Andere gängige Speisekürbissorten wie Butternut, Muskatkürbis, Spaghettikürbis und Gelber Zentner werden meist geschält, da ihre Schale je nach Sorte und Zubereitung hart oder zäh bleiben kann.

Was ist der Unterschied zwischen Speisekürbissen und Gartenkürbissen?

Gartenkürbis ist ein botanischer Oberbegriff für eine der häufigsten Kürbisarten (Cucurbita pepo), zu der viele Speisekürbissorten gehören – darunter Spaghettikürbis, Sweet Dumpling und verschiedene Zierkürbisse.

Speisekürbis ist hingegen ein funktionaler Begriff, der alle Kürbissorten umfasst, die für den Verzehr geeignet sind – unabhängig von ihrer botanischen Art. Hokkaido und Butternut gehören beispielsweise nicht zum Gartenkürbis, sondern zu den Arten Cucurbita maxima bzw. Cucurbita moschata.

Welche Kürbissorte eignet sich am besten für Kürbissuppe?

Hokkaido ist die erste Wahl für Kürbissuppe, weil er nicht geschält werden muss, ein cremiges Püree ergibt und ein ausgeprägtes, nussiges Aroma mitbringt. Butternut eignet sich ebenfalls hervorragend für eine besonders süßlich-cremige Variante. Für eine fruchtigere Kürbissuppe bietet sich der Muskatkürbis an, dessen Fruchtfleisch beim Kochen weich wird, ohne zu zerfallen.

Wie lange sind Kürbissorten haltbar?

Winterkürbisse wie Hokkaido, Butternut, Muskatkürbis und Gelber Zentner sind bei kühler, trockener Lagerung oft mehrere Monate haltbar. Angeschnittene Kürbisse sollten im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb von wenigen Tagen verbraucht werden. Sommerkürbisse wie Zucchini sind deutlich empfindlicher und halten sich meist nur ein paar Tage bis wenige Wochen.