Was kann man mit Quitten machen?
Mit Quitten (Cydonia oblonga) lassen sich Gelee, Quittenbrot, Quittenkompott, Marmelade, Mus und herzhafte Chutneys zubereiten. Da Quitten roh jedoch ungenießbar sind, müssen sie immer gekocht oder verarbeitet werden. Dank ihres intensiven Aromas und des hohen Pektingehalts sind Quitten besonders vielseitig in der Küche einsetzbar. Die Saison beginnt im September und dauert bis November.
Das Wichtigste auf einen Blick:
Verwendung: Gelee, Quittenbrot, Kompott, Mus, Marmelade, Chutney oder als Beilage zu Fleisch
Verarbeitung: immer erhitzen – Quitten sind roh ungenießbar
Vorbereitung: Flaum gründlich abreiben, danach waschen
Saison: September bis November
Besonderheit: hoher Pektingehalt – ideal zum Gelieren ohne Zusatzstoffe
Wie bereitet man Quitten richtig vor?
Vor der Verarbeitung muss der feine Flaum der Quittenschale vollständig entfernt werden. Dieser Flaum hinterlässt beim Kochen einen bitteren, kratzigen Geschmack. Am einfachsten gelingt das, indem die Früchte kräftig mit einem trockenen Tuch abgerieben und anschließend unter Wasser gewaschen werden.
Wichtig: Quitten können nicht roh gegessen werden. Der herbe, säuerliche Geschmack und die harte Konsistenz verschwinden erst durch Erhitzen.
Apfelquitte oder Birnenquitte – welche Sorte für welchen Zweck?
Bei der Frage, was man mit Quitten machen kann, spielt die Wahl der Sorte eine wichtige Rolle. Man unterscheidet zwei Haupttypen:
Apfelquitte: aromatischer, fester und dadurch besser zum Einkochen und für Gelee geeignet
Birnenquitte: milder im Geschmack, leichter zu verarbeiten, gut für Mus und Kompott
Beide Sorten sind druckempfindlich. Für eine optimale Lagerung empfiehlt sich der Kühlschrank. Unbeschädigte Früchte ohne Druckstellen halten sich dort bis zu zwei Monate.
Süße Klassiker – Was kann man aus Quitten machen?
Für süße Zubereitungen wie Gelee und Kompott sind Quitten besonders gut geeignet. Schale und Kerngehäuse enthalten das natürliche Geliermittel Pektin, weshalb die Früchte für Gelee weder geschält noch entkernt werden müssen.
Wie stellt man Quittengelee her?
Quittengelee entsteht aus dem Saft der Früchte. Ein Kilogramm Quitten (mit Schale und Kerngehäuse, in Stücke geschnitten) wird weichgekocht. Der Saft wird anschließend über Nacht durch ein Sieb abgetropft – ohne Pressen, damit das Gelee klar bleibt.
Für einen Liter Quittensaft gilt folgendes Rezept:
1 Liter Quittensaft mit 500 g Gelierzucker (2:1) und dem Mark einer halben Vanilleschote mischen
Unter ständigem Rühren 3 Minuten sprudelnd aufkochen
Sofort in sterile Schraubgläser füllen und verschließen
Tipp: Fehlt etwas Quittensaft, kann die Menge mit Apfelsaft auf einen Liter aufgefüllt werden.
Was ist Quittenbrot und wie wird es gemacht?
Quittenbrot ist keine Brotsorte, sondern eine feste Fruchtpaste, die an Fruchtgummi oder Konfekt erinnert. Es entsteht aus dem Fruchtfleisch, das beim Entsaften übrigbleibt.
Für ein Kilogramm Quittenbrot wird folgendes benötigt:
1 kg gekochtes Quittenfruchtfleisch (ohne Saft und Kerngehäuse), püriert
1 kg Gelierzucker 1:1
½ TL Vanillemark
Die Masse wird unter ständigem Rühren 35 bis 45 Minuten bei mittlerer Hitze eingekocht, bis sie zäh und fest wird. Danach auf einem gefetteten Backblech ausstreichen, vollständig auskühlen lassen und in Würfel schneiden. Optional können die Würfel in Kokosraspeln oder Zucker gewälzt werden.
Wie kocht man Quittenkompott?
Quittenkompott wird aus geschälten, entkernten Quittenspalten zubereitet. Die Stücke werden mit Wasser, Zucker und Gewürzen wie Zimt oder Sternanis weichgekocht. Quittenkompott passt als Dessert, zu Porridge oder als Beilage zu Wildgerichten. Eingekocht in Gläsern ist Quittenkompott mehrere Monate haltbar.
Herzhafte Verwendung: Was kann man alles aus Quitten machen?
Quitten eignen sich nicht nur für süße Gerichte. Die natürliche Herbheit der Frucht macht sie zur idealen Zutat für herzhafte Kombinationen – besonders zu kräftigem Fleisch wie Wild oder Geflügel. Wer überlegt, was man mit Quitten machen kann, sollte die herzhaften Varianten nicht unterschätzen.
Wie macht man Quitten-Chutney?
Quitten-Chutney ist eine würzige Fruchtsoße aus Quitten, Zwiebeln, Knoblauch, Essig, Chilipulver und Zucker. Die Zutaten werden gemeinsam eingekocht, bis eine marmeladenartige Konsistenz entsteht. Quitten-Chutney passt klassisch zu Wildfleisch, Käse und Brot. In sterilen Gläsern eingekocht ist es mehrere Monate haltbar.
Welche Gerichte passen gut zu Quitten als Beilage?
In der Pfanne gebratene Quittenspalten mit Salbei und Butter sind eine unkomplizierte herzhafte Beilage. Die Fruchtstücke werden dabei weich angebraten und entwickeln eine leichte Karamellnote. Sie passen zu:
Wildgerichten wie Rehrücken oder Wildschweingulasch
Geflügel wie gebratener Ente oder Pute
Bratkartoffeln und Kartoffelgratin
Was macht man noch alles mit Quitten?
Neben Gelee, Quittenbrot und Chutney gibt es zahlreiche weitere Verwendungsmöglichkeiten für Quitten.
Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Varianten:
Verwendung | Besonderheit | Geschmack |
Quittenmarmelade | Mit Apfelsaft, Ingwerpulver oder Zimt | Fruchtig-würzig |
Quittenmus | Wie Apfelmus, als Beilage oder Dessert | Mild-herb |
Quittensaft | Basis für Gelee oder pur als Getränk | Herb-süß |
Quittenpunsch | Mit Gewürzen wie Zimt, Nelken, Sternanis | Warm-würzig |
Quittenkuchen | Als Belag auf Mürbeteig oder Rührteig | Herb-fruchtig |
Das breite Aromaspektrum der Quitte – von herber Säure bis hin zu blumigen Noten – macht sie zu einer vielseitigen Zutat in der Herbstküche. Im Fuchs Gruppe Shop finden sich passende Gewürze und Zutaten für alle Quitten-Rezepte.
Häufige Fragen zum Thema „Was kann man mit Quitten machen?“
Wir haben dir die wichtigsten Antworten rund um die Frage „Was kann man alles mit Quitten machen?“ noch einmal zusammengefasst.
Kann man Quitten roh essen?
Nein – Quitten sind roh nicht genießbar. Der herbe, säuerliche Geschmack und die harte, trockene Konsistenz verschwinden erst durch Erhitzen. Deshalb werden Quitten immer gekocht, eingekocht oder anderweitig verarbeitet, bevor man sie verzehrt.
Muss man Quitten schälen?
Das kommt auf das Rezept an. Für Quittengelee müssen die Früchte weder geschält noch entkernt werden – Schale und Kerngehäuse enthalten das natürliche Geliermittel Pektin und geben dem Gelee seine typische Farbe und Bindung. Für Kompott, Mus oder herzhafte Beilagen werden die Quitten hingegen geschält und entkernt.
Wie entfernt man den Flaum von Quitten?
Am einfachsten gelingt das mit einem trockenen Tuch: Die Frucht kräftig abreiben, bis der feine Flaum vollständig entfernt ist, dann unter Wasser abwaschen. Wird der Flaum nicht entfernt, hinterlässt er beim Kochen einen bitteren, kratzigen Geschmack im fertigen Gericht.
Wie lange halten sich Quitten?
Unbeschädigte Quitten ohne Druckstellen lassen sich im Kühlschrank bis zu zwei Monate lagern. Da die Früchte sehr druckempfindlich sind, sollten sie sorgfältig gelagert und regelmäßig kontrolliert werden. Verarbeitete Produkte wie Quittengelee oder Chutney halten sich in sterilen, verschlossenen Gläsern mehrere Monate.
Zu welchen herzhaften Rezepten passen Quitten?
Die natürliche Herbheit von Quitten harmoniert besonders gut mit kräftigem Fleisch: In der Pfanne gebratene Quittenspalten mit Butter und Salbei passen hervorragend zu Wild wie Rehrücken oder Wildschweingulasch sowie zu Geflügel wie Ente oder Pute. Auch als Chutney zu Käse und kräftigem Brot sind sie eine lohnende Entdeckung.
