Menü schließen
Traditionelle schwäbische Maultaschen – ein klassisches Rezept für „Herrgottsb'scheißerle“
Offizieller Ostmann Shop: Barbecue Marinade, Air Fryer Pommes Gewürz, Let’s do Stullen und Mix it Himbeer direkt vom Hersteller Ostmann Gewürzsortiment: Paprika edelsüß, Kräuter Dip, Barbecue Marinade und Air Fryer Pommes direkt vom Hersteller

Woraus bestehen Maultaschen traditionell schwäbischer Art?

Der dünne Nudelteig der schwäbischen Maultaschen wird aus Mehl, Eiern, Öl und Wasser hergestellt. Die klassische Füllung besteht dabei aus einer feinen Mischung von Hackfleisch, Brät, in Milch eingeweichten Brötchen, angedünsteten Zwiebeln, Blattspinat und Petersilie. Salz, Pfeffer und Muskat sind typische Gewürze, um deinen schwäbischen Maultaschen den letzten Schliff zu verleihen.

Warum heißen Maultaschen im Schwäbischen auch „Herrgottsb'scheißerle“?

Der Spitzname „Herrgottsb'scheißerle“ geht auf Zisterziensermönche aus dem Kloster Maulbronn zurück. Diese sollen während der Fastenzeit das Fleisch im Nudelteig versteckt haben, um Gott nicht zu verärgern.

Historisch eindeutig belegt ist diese Herkunft zwar nicht, sie gehört aber fest zur schwäbischen Maultaschen-Erzählung.

Wie macht man schwäbische Maultaschen selbst?

Die Zubereitung von schwäbischen Maultaschen umfasst vier Schritte: Teig herstellen, Füllung zubereiten, Maultaschen formen und in Brühe gar ziehen lassen. Die Gesamtzubereitungszeit beträgt etwa 90 Minuten.

Im Folgenden erfährst du Schritt für Schritt, wie du das traditionelle Rezept nachkochen kannst.

Wie stellt man den Nudelteig für traditionelle schwäbische Maultaschen her?

Der Nudelteig für schwäbische Maultaschen besteht aus vier Zutaten:

  • 400 g Mehl (Type 405)
  • 4 Eier
  • 1 EL Öl
  • 2–3 EL Wasser

Alle Zutaten verknetest du zu einem glatten, elastischen Teig. Dieser muss anschließend mindestens 30 Minuten ruhen. Danach rollst du den Nudelteig auf einer bemehlten Fläche dünn aus.

Welche Füllung kommt in schwäbische Maultaschen?

Die klassische Füllung für schwäbische Maultaschen besteht aus den folgenden Zutaten:

  • 250 g Hackfleisch (gemischt)
  • 150 g Brät oder rohes Bratwurstbrät
  • 2 altbackene Brötchen (in Milch eingeweicht)
  • 1 große Zwiebel (fein gewürfelt und angedünstet)
  • 200 g Blattspinat (blanchiert und gehackt)
  • 1 Bund Petersilie (fein gehackt)
  • Salz, Pfeffer und Muskat

Die Zutaten hackst du fein, vermengst sie miteinander und würzt die Füllung kräftig mit Salz, Pfeffer und Muskat. Wer kein Brät bekommt, kann alternativ sehr fein gewürztes Hackfleisch verwenden.

Wie formt und portioniert man schwäbische Maultaschen?

Zum Formen der schwäbischen Maultaschen verteilst du die Füllung gleichmäßig auf dem dünn ausgerollten Nudelteig. Anschließend rollst du den Teig von der langen Seite her auf. Die einzelnen Maultaschen portionierst du mit dem Stiel eines Kochlöffels, indem du den Stiel quer über die Rolle drückst. So entstehen einzelne verschlossene Taschen.

Wie lange müssen schwäbische Maultaschen in der Brühe ziehen?

Die Maultaschen müssen 15 bis 20 Minuten in heißer Gemüsebrühe oder Fleischbrühe gar ziehen. Wichtig: Die Brühe darf dabei nicht kochen, sondern nur leicht sieden. Kochendes Wasser kann dazu führen, dass deine Maultaschen aufplatzen und die Füllung austritt.

Wie werden original schwäbische Maultaschen serviert?

Schwäbische Maultaschen werden klassisch auf drei Arten serviert: in Brühe, geschmälzt mit Zwiebeln oder angebraten mit Ei. Die folgende Übersicht zeigt die klassischen Servierweisen:

Servierweise Beschreibung Beilage
In der Brühe Maultaschen direkt in heißer Fleischbrühe serviert Schnittlauch
Geschmälzt Maultaschen mit in Butter gebräunten Zwiebeln übergossen Schwäbischer Kartoffelsalat
In der Pfanne angebraten Maultaschen vom Vortag in Streifen geschnitten und mit Ei in der Pfanne angebraten Grüner Salat

Was bedeutet „geschmälzt" bei schwäbischen Maultaschen?

„Geschmälzt“ bedeutet, bereits gegarte schwäbische Maultaschen mit in Butter oder Schmalz gebräunten Zwiebeln zu übergießen. Dafür brätst du die Zwiebeln in einer großen Portion Butter so lange an, bis sie goldbraun sind. Geschmälzte Zwiebeln gelten als traditionelle Beilage zu schwäbischen Maultaschen und verstärken den herzhaften Geschmack.

Wie brät man schwäbische Maultaschen als Resteverwertung in der Pfanne an?

Schwäbische Maultaschen vom Vortag kannst du problemlos in Streifen schneiden und mit verquirltem Ei in Butter anbraten. Diese Form der Resteverwertung ist in der schwäbischen Küche weit verbreitet.

Angebratene Maultaschen servierst du am besten pur oder mit einem frischen Salat.

Häufige Fragen zu schwäbischen Maultaschen

Folgend haben wir dir die wichtigsten Fragen und Antworten zu Maultaschen schwäbischer Art zusammengefasst.

Kann man schwäbische Maultaschen einfrieren?

Ja, gegarte schwäbische Maultaschen lassen sich problemlos einfrieren. Dazu die abgekühlten Maultaschen zunächst einzeln auf einem Blech vorfrieren, dann in Gefrierbeutel umfüllen. Im Gefrierschrank sind selbst gemachte Maultaschen bis zu 3 Monate haltbar.

Zum Aufwärmen einfach direkt in heiße Fleischbrühe oder Gemüsebrühe geben. Dabei ist kein Auftauen nötig.

Was ist der Unterschied zwischen schwäbischen Maultaschen und Ravioli?

Schwäbische Maultaschen unterscheiden sich von Ravioli vor allem durch Größe, Formgebung und Zubereitung. Sie sind deutlich größer, werden durch Aufrollen des Nudelteigs geformt und klassisch in Brühe gegart. Ravioli sind kleiner, quadratisch oder rund gestanzt und werden meist mit Tomatensoße oder Butter serviert.

Inhaltlich enthält die schwäbische Füllung typischerweise Blattspinat und eingeweichte Brötchen. In Ravioli kommen diese Zutaten deutlich seltener vor.

Kann man schwäbische Maultaschen auch vegetarisch zubereiten?

Ja, die Maultaschen lassen sich auch vegetarisch zubereiten, indem du Hackfleisch und Brät durch eine herzhafte Mischung aus Blattspinat, Ricotta oder Quark, Zwiebeln, Kräutern und Semmelbröseln ersetzt.

Die klassischen Gewürze Salz, Pfeffer und Muskat bleiben dabei unverändert. Die Fleischbrühe tauschst du durch Gemüsebrühe aus, sowohl zum Garziehen als auch zum Servieren.