Suppe einfrieren – so geht es richtig
Suppe einfrieren ist eine der einfachsten Methoden der Vorratshaltung: Bei mindestens −18 °C bleiben Suppen und Eintöpfe mehrere Monate haltbar, ohne wesentlich an Geschmack oder Nährwert zu verlieren.
Damit das gelingt, kommt es auf drei Faktoren an: den richtigen Behälter, eine durchdachte Zusammensetzung der Suppe und das korrekte Auftauen. Wer diese Grundregeln kennt, kann Gemüsesuppe, Eintopf oder Brühe bedenkenlos auf Vorrat kochen.
Das Wichtigste im Überblick:
Geeignete Behälter: Gefrierbeutel, BPA-freie Tiefkühlbehälter, Einmachgläser (nur bis 3 cm unter den Rand befüllen)
Gefriertemperatur: mindestens −18 °C
Haltbarkeit: Suppen und Eintöpfe einige Monate, Brühe sogar noch länger
Nicht miteinfrieren: Sahne, Joghurt und andere Milchprodukte – werden beim Auftauen flockig
Wichtig: portionsweise einfrieren, beschriften und nach dem Auftauen einmal vollständig aufkochen
Suppe einfrieren: Welche Behälter eignen sich?
Zum Einfrieren von Suppen eignen sich Gefrierbeutel, Tiefkühlbehälter aus Kunststoff und Einmachgläser. Jeder Behältertyp hat seine Vor- und Nachteile – die folgende Tabelle zeigt, welcher sich für welche Suppe am besten eignet:,
Behälter | Vorteile | Nachteile | Geeignet für |
Gefrierbeutel | Platzsparend, günstig, flexibel | Nicht wiederverwendbar, Auslaufrisiko | Alle Suppen, Eintöpfe |
Tiefkühlbehälter (Kunststoff) | Stapelbar, wiederverwendbar, dicht | Braucht mehr Platz | Suppen mit festen Einlagen |
Einmachglas | Geschmacksneutral, BPA-frei | Kann bei Ausdehnung platzen | Nur mit 3–4 cm Rand befüllen |
Gefrierbeutel sind die praktischste Lösung für das Einfrieren von Suppen. Befülle sie am besten portionsweise und staple sie platzsparend im Gefrierfach.
Setzt du auf BPA-freie Tiefkühlbehälter, wählst du eine besonders nachhaltige Alternative.
Bei Einmachgläsern solltest du darauf achten, sie bis maximal 3 cm unter den Rand zu befüllen. Andernfalls besteht Bruchgefahr, da sich Flüssigkeiten beim Einfrieren ausdehnen.
Wie gelingt das Einfrieren von Suppen?
Das Einfrieren von Suppen gelingt dir in 5 einfachen Schritten: Suppe abkühlen lassen, portionsweise abfüllen, luftdicht verschließen, beschriften und einfrieren.
Folgend findest du eine kurze Erklärung zu jedem einzelnen Schritt.
Suppe vollständig abkühlen lassen: Friere niemals heiße Suppe ein. Heiße Speisen erhöhen die Temperatur im Gefrierfach und können andere Lebensmittel antauen. Lasse deine Linsensuppe, Tomatensuppe oder für welches Rezept du dich auch entschieden hast daher vollständig herunterkühlen.
Portionsweise abfüllen: Wenn du Suppe in Einzelportionen einfrierst, erleichtert dir dieses Vorgehen das spätere Auftauen.
Behälter luftdicht verschließen: Luftkontakt begünstigt Gefrierbrand und Geschmacksverlust. Daher solltest du immer bedenken, deinen Behälter luftdicht abzuschließen.
Beschriften: Notiere dir Inhalt, Portionsgröße und Einfrierdatum auf dem Tiefkühlbehälter oder Gefrierbeutel.
Einfrieren bei mindestens −18 °C: Die empfohlene Gefriertemperatur für Suppen und Eintöpfe beträgt mindestens −18 °C.
Welche Suppen lassen sich gut einfrieren?
Gemüsesuppe, Kartoffelsuppe, Kürbissuppe (ohne Sahne) und Brühe eignen sich besonders gut für den Gefriervorgang. Grundsätzlich lassen sich aber die meisten Suppen und Eintöpfe einfrieren. Bei bestimmten Zutaten gibt es jedoch Einschränkungen.
Verändert sich Gemüse beim Einfrieren?
Gemüse mit hohem Wassergehalt, darunter Gurken, Tomaten und Zwiebeln, verändert seine Konsistenz beim Einfrieren. Nach dem Auftauen wird es weicher als frisches Gemüse. Geschmack und Nährwert bleiben dabei jedoch weitgehend erhalten. Du kannst deine Gemüsesuppe also weiterhin bedenkenlos essen.
Warum werden Kartoffeln in der Suppe nach dem Einfrieren süßlich?
Kartoffeln reagieren auf den Gefriervorgang, indem sie Stärke in Zucker umwandeln. Das führt dazu, dass Kartoffeln in aufgetauter Suppe weich und leicht süßlich schmecken. Wer das vermeiden möchte, lässt die Kartoffeln beim Kochen weg und gibt sie erst nach dem Auftauen frisch hinzu.
Warum werden Milchprodukte in der Suppe beim Einfrieren flockig?
Milchprodukte wie Sahne, Crème fraîche und Joghurt trennen sich beim Einfrieren und Auftauen in ihre Bestandteile. Das Ergebnis: Die Suppe wird flockig oder körnig.
Sofern du deine Suppe bzw. deinen Eintopf auf Vorrat einfrieren willst, solltest du Milchprodukte deshalb erst nach dem Auftauen frisch einrühren.
Kann man Brühe einfrieren?
Ja, Brühe lässt sich sehr gut einfrieren. Dies ist sogar eine der praktischsten Methoden, um selbstgekochten Fond lange haltbar zu machen.
Besonders empfehlenswert ist es, die Brühe in Eiswürfelformen einzufrieren und anschließend in einen Gefrierbeutel umzufüllen. So lassen sich kleine Portionen jederzeit entnehmen.
Lasse die Brühe vorab vollständig abkühlen und fülle Gefäße nur zu drei Vierteln, um ein Platzen durch die Ausdehnung der Flüssigkeit zu verhindern. Beschriftet mit Inhalt und Datum, bleibt der Fond so mehrere Monate lang im Tiefkühler aromatisch.
Welche Gewürze passen zu Suppen und Eintöpfen?
Für Suppen und Eintöpfe eignen sich vor allem kräuterbasierte Gewürze, die beim Kochen ihr volles Aroma entfalten und die Brühe geschmacklich abrunden. Besonders bewährt haben sich:
Lorbeerblätter – geben der Brühe eine vollmundige, leicht herbe Tiefe
Majoran – klassisches Suppengewürz, ideal für Kartoffel- und Gemüsesuppen
Liebstöckel – verleiht Suppen und Eintöpfen ein kräftig-würziges Aroma
Petersilie – sorgt für frische, leichte Noten in klaren Brühen und Gemüsesuppen
Muskatnuss – perfekt für cremige Suppen wie Kartoffel- oder Blumenkohlsuppe
Wer nicht einzelne Gewürze kombinieren möchte, greift am besten zu fertigen Suppengewürzen oder Eintopf-Gewürzen aus dem Fuchs-Gruppe-Shop. Diese vereinen Suppengrün, Kräuter und Gewürze in einer abgestimmten Mischung – praktisch, zeitsparend und geschmacklich auf Suppen und Eintöpfe abgestimmt.
Geht die Würze beim Einfrieren verloren?
Nein, die Würze bleibt beim Einfrieren weitgehend erhalten. Gewürze und Kräuter, die beim Kochen in die Brühe übergegangen sind, bleiben auch im Nachgang aromatisch.
Einzige Ausnahme: Frische Kräuter wie Petersilie oder Schnittlauch, die erst kurz vor dem Servieren hinzugegeben werden, sollten nicht mitgefroren werden. Getrocknete Gewürze hingegen überstehen den Gefriervorgang problemlos.
Wie taut man eingefrorene Suppe richtig auf?
Eingefrorene Suppen und Eintöpfe lassen sich im Kühlschrank und direkt im Topf auftauen:
Im Kühlschrank: Stelle den Gefrierbeutel oder Tiefkühlbehälter über Nacht in den Kühlschrank. Das ist die schonendste Methode.
Direkt im Topf: Gib den gefrorenen Block aus dem Gefrierbeutel in einen Topf und erwärme ihn bei niedriger Hitze langsam. Rühre dabei regelmäßig um, damit die Suppe gleichmäßig erhitzt wird.
Beachte: Lasse die Suppe auf keinen Fall bei Raumtemperatur auftauen. Die niedrigere Temperatur begünstigt die Vermehrung von Bakterien.
Häufig gestellte Fragen zum Einfrieren von Suppen
Rund ums Thema „Suppe einfrieren“ gibt es einige Fragen, die besonders häufig auftauchen. Wir haben dir die wichtigsten Fragen und Antworten kompakt zusammengefasst.
Kann man Suppe in Plastikdosen einfrieren?
Ja, sofern die Behälter als Tiefkühlbehälter gekennzeichnet und BPA-frei sind. Achte auf ausreichend Füllraum (ca. 3 cm Rand freilassen), da sich Flüssigkeit beim Gefriervorgang ausdehnt und sonst der Deckel abgesprengt werden kann.
Kann man Suppe mehrfach einfrieren?
Nein. Bereits aufgetaute Suppe solltest du nicht erneut einfrieren. Das Wiedereinfrieren beeinträchtigt die Qualität und erhöht das Risiko von Keimwachstum.
Friere Suppe deshalb am besten von Anfang an in Einzelportionen ein.
Wie erkenne ich Gefrierbrand bei Suppe?
Gefrierbrand zeigt sich als gräulich-weißliche Verfärbung an der Oberfläche der tiefgefrorenen Suppe. Die Suppe ist dann zwar noch essbar, schmeckt aber deutlich weniger aromatisch.
Am besten nutzt du deshalb luftdicht verschlossene Gefrierbeutel und Tiefkühlbehälter, da diese Gefrierbrand wirksam vorbeugen.
Kann man Gemüsesuppe einfrieren?
Ja, Gemüsesuppe lässt sich gut einfrieren. Gemüse mit hohem Wassergehalt wie Tomaten oder Zucchini wird nach dem Auftauen etwas weicher, ist aber weiterhin gut essbar.
Suppen ohne Milchprodukte und ohne Kartoffeln gefrieren am besten und behalten Geschmack und Konsistenz am zuverlässigsten.
